Tagesheiliger

05/21: Hermann Joseph von Steinfeld

Hermann Joseph von Steinfeld

Ordensmann, Priester, Mystiker
* um 1150 in Köln in Nordrhein-Westfalen
† 7. April (?) 1241 (oder 1252) in Hoven bei Düren in Nordrhein-Westfalen

Hermann Joseph entstammte einer verarmten Kölner Bürgerfamilie. Er trat im Alter von 12 Jahren ins Prämonstratenserkloster Steinfeld – heute Ortsteil von Kall – in der Eifel ein und war auch in Mariengaarde bei Hallum in Friesland als Sakristan tätig. Ob der vielen Arbeit hatte er nicht mehr genug Zeit zum Gebet und wandte sich der Überlieferung nach im Gebet an Maria, die ihm antwortete, der Liebes­dienst an den Brüdern im Kloster sei das Angenehmste, was er zu tun habe. Später wurde er zum Priester geweiht.

Hermann Joseph wurden mystische Erfahrungen zuteil, so die mystische Vermählung mit der Gottesmutter Maria, was ihm den Beinamen „Joseph“ eintrug. Seine Marienliebe war so ausgeprägt, dass sich zahlreiche diesbezügliche Legenden um ihn ranken: Als Kind soll er in der Kölner Marienkirche mit dem Jesuskind gespielt haben; als er dem Jesuskind einer Marienstatue einen Apfel anbot, habe es diesen an sich genommen. Während der Messe ließ seine ekstatische Andacht ihn den Kelch immer mit drei Rosen erfüllt sehen.

Hermann Joseph dichtete viele Lieder und Hymnen, vor allem für Maria, und schuf eine Art Vorläufer des Rosenkranzes. Er war ein lebensfroher Rheinländer, bei allen sehr beliebt. Später war er in der Seelsorge tätig, vor allem in Frauenklöstern, so auch im Zisterzienserinnenkloster Hoven bei Düren, wo er – wohl am Gründonnerstag – starb.

Hermann wurde in Steinfeld in der Eifel bestattet. Schon kurz nach seinem Tod wurde Hermann Joseph in der Eifel von der Bevölkerung verehrt. Er gilt als „Apfelheiliger“: immer wieder legen Pilger frische Äpfel auf sein Grab. Seit 1701 steht sein Sarkophag in der Basilika, des Klosters Steinfeld, Reliquien wurden weit verbreitet. Einen Höhepunkt erlebte sein Kult in der Romantik.

Kanonisation: Die Heiligsprechung wurde bereits 1626 eingeleitet, erfolgte aber erst 1960.
Attribute: Kelch mit drei Rosen tragend
Patron der Uhrmacher, der Mütter und Kinder

Quelle: www.heiligenlexikon.de